Menschen. Machen. Erwitte. mit Bodo Tiggesmeier

Shownotes

In dieser Folge von MENSCHEN.MACHEN.ERWITTE. spricht Bodo Tiggesmeier, Ortsvorsteher von Schallern, über seine Rolle als Bindeglied zwischen Verwaltung und Dorfgemeinschaft. Seit 2020 engagiert er sich in dieser Funktion – mit Herzblut für das Miteinander im Ort. Er erzählt, wie wichtig ihm das Dorfleben, das Ehrenamt und der Zusammenhalt sind – gerade in Zeiten, in denen die soziale Verbindung manchmal bröckelt. Im Gespräch geht es auch um Herausforderungen der politischen Kommunikation, den Wert von Traditionen und die Kraft einer lebendigen Dorfgemeinschaft – die, wie er sagt, „sofort da ist, wenn man mit dem Finger schnippt“.

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00:00:01: Gemeinschaftsgefühl, wenn wir jetzt mal schützenverein und gerade Feuerwehr auch betrachten.

00:00:07: Auch der Spielmann sucht auf jeden Fall, weil man kann nur zusammenspielen.

00:00:11: Es geht nur gemeinsam und wie gesagt wird bei uns auch groß geschrieben und da bin ich auch sehr stolz.

00:00:17: Menschen machen Erwitte.

00:00:20: Sehr Podcast.

00:00:21: Es heißt, der wahre Wert einer Stadt bemisst sich an den Menschen, die dort leben.

00:00:27: Deshalb geht es in diesem Podcast auch genau darum.

00:00:30: Hier hört ihr ganz persönliche Geschichten, spannende Einblicke und emotionale Momente, nahbar, authentisch und ganz lokal.

00:00:39: Menschen machen Erwitte, der Podcast zum fünftigjährigen Stadtjubiläum.

00:00:47: Kannst du dich einmal mal bitte ganz kurz vorstellen?

00:00:50: Ja, ich heiße Bodo Tigesmeyer, bin Ortsvorsteher des Stadtteils Schallern.

00:00:55: das westliche, oder der westliche Ortsteil von Erbitte.

00:01:01: Und ja, ich bin seit im Jahr zwei Tausendundzwanzig Ortsversteher da.

00:01:05: Wie definierst du deine Aufgabe als Ortsversteher?

00:01:08: Ja, Ortsversteher allgemein ist erstmal das Bindeglied zwischen Verwaltung und ja, der Dorfbevölkerung des Ortes.

00:01:17: Und ja, so sehe ich das auch.

00:01:19: Ich bin ja kommunalpolitisch schon ein bisschen länger unterwegs.

00:01:23: Und ursprünglich wollte ich das eigentlich mit dem Ortvorsteher gar nicht.

00:01:26: Ich habe für den Rat kandidiert.

00:01:28: Aber am Ende ist es dann eben halt doch so gekommen.

00:01:31: Gibt es einen Lieblingsort, den du benennen kannst?

00:01:34: Vielleicht in Schallern, aber vielleicht auch in Erbeter Allgemein.

00:01:37: Fällt dir da was ein?

00:01:37: Kannst du dich überhaupt auf einen festlegen?

00:01:40: Ja, Schallern ist natürlich ein erster Liedemann.

00:01:43: Ganz klar.

00:01:43: Das haben die Ortvorsteher oft.

00:01:46: Ja, das kann ich mir vorstellen.

00:01:49: Nein, wie gesagt, ich mag unsere Region im Allgemeinen.

00:01:54: Wir haben schon ganz gute oder ganz tolle Sehenswürdigkeiten.

00:01:58: und ja, wie gesagt, das Dorfleben liegt mir am meisten und die Orte sind auch, also die Dörfer gerade, sind irgendwo eigentlich gelagert und ja, das ist schon eine schöne Gegend hier.

00:02:12: Was glaubst du, nur in ganz kurz beschrieben sind die größten Herausforderungen, die uns in Zukunft befahrstellen?

00:02:20: Ja, ich habe so das Gefühl, gerade nach Corona konnte man das sehen, dass oftmals die Gemeinschaft im Dorf etwas nachgelassen hat.

00:02:31: Also auf sozialer Ebene sehe ich da schon gewisse Probleme, will ich gar nicht mal sagen, aber so Sachen, die vielleicht verbessungswürdig oder vielleicht auch ein bisschen untergegangen sind.

00:02:44: Der traditionelle Bereich Gerade in den großen Orten, die Hilfsbereitschaft und so weiter.

00:02:49: Das hat alles schon ein bisschen nachgelassen, glaube ich, wo man vielleicht mal ein bisschen Fokus drauflegen könnte.

00:03:04: Politisch engagiert also, immer schon gewesen oder?

00:03:07: Ja, was heißt immer schon gewesen?

00:03:08: Ich bin irgendwann mal in die Junge Union eingetreten oder Kumpels auch alle da rein sind.

00:03:12: und ja, ich denke ganz einfach, dass man nicht nur meckern sollte, sondern ja, wenn man vielleicht was verändern will oder beibehalten will auch, Ja, dass man sich dann auch politisch durchaus ein bisschen engagieren kann, bevor man nur meckert.

00:03:30: Ich finde, es ist ja auch in einer Demokratie wichtig, dass man eben auf kommunaler Ebene Menschen hat, die eben genau diesen Gedanken haben.

00:03:36: Weil das ist ja der Grundpfeiler der Demokratie am Ende, dass wir Parteien haben, dass die gewisse Einstellungen haben und dass die schaffen Menschen, die nicht parteilich organisiert sind von diesen Ideen und ja, sage ich mal, was die Partei vor hat zu überzeugen.

00:03:49: Richtig.

00:03:50: Und das ist aber heute auch gar nicht mehr so einfach, finde ich, weil es ja die unterschiedlichsten Kanäle gibt, weil die Menschen sowieso total geflutet werden mit Informationen.

00:03:57: Hat sich das in deinen Augen irgendwie verändert oder hast du schon hier den heiligen Rall gefunden, wie man doch alle erreicht?

00:04:03: Nein,

00:04:04: gerade mit Sicherheit nicht und das werde ich auch wahrscheinlich nicht.

00:04:07: Dafür sind die Menschen zu verschieden.

00:04:09: Und ja, Meckern verbindet hat unser erster Vorsitzender jetzt noch zum Schützenfest gesagt und Ja, da sind gerade die sozialen Medien, wo es relativ einfach ist, in Kommentarspalten dann eben halt seinen Frust zum Ausdruck zu bringen und ja, man sieht auch, die anderen sind auch frustriert und da kann man sich, also insofern bekannt verbindet, aber löst keine Probleme am Ende und da braucht es dann eben halt Ideen.

00:04:38: und ja auch... Ja, Engagement, da dann vielleicht auch was zu verändern.

00:04:44: Gibt es in den letzten Wochen und Monaten so Dinge, die jetzt bei euch in Scheinland passiert, wo du sagst, oh, das ist toll, dass es gerade so gelaufen ist oder wo dich auch irgendwie ein Engagement irgendwie überrascht hat oder wo ihr gemeinsam mal entschlossen habt, eine Sache voranzutreiben, was gibt es da?

00:04:56: Na ja, gut, klar, wir haben das Schützenfest.

00:05:01: Wir sind das Erste in der Region und klar, da passiert viele tolle Dinge.

00:05:08: Ja, meine Frau und ich sind königsbar geworden in diesem

00:05:12: Jahr.

00:05:13: Also von daher sind das viele Einflüsse.

00:05:17: Also du hattest noch nicht genug zu tun als Ortsversteher.

00:05:19: Du hast gedacht, werde ich auch noch schützenkönig.

00:05:20: Ja, das können

00:05:21: wir auch noch mal.

00:05:23: Wird schon gehen.

00:05:24: Ja, wird schon irgendwie gehen.

00:05:25: Und ne eine, wie gesagt, Schallern ist ein Dorf, was viel Engagement zeigt.

00:05:32: Wir sind Gutraunert Einwohner und betreibenden Schützenverein.

00:05:38: mit Zeltverleidern bei.

00:05:39: Wir haben einen eigenen Spielmannszuch mit über vierzig aktiven Mitgliedern und eine Löschgruppe mit knapp dreißig aktiven Mitgliedern.

00:05:49: Also da ist schon Engagement da und eine gute Dorfgemeinschaft und ja, es macht schon Spaß.

00:05:56: Siehst du diese?

00:05:57: Ja.

00:05:57: Ja, letztendlich, wenn man mit dem Finger schnippt und es klemmt mal irgendwo, sind auch sofort richtig Leute da zum helfen.

00:06:05: Also gelebte Dorfgemeinschaft.

00:06:06: Ja, und würde

00:06:07: ich schon sagen, ja.

00:06:08: Siehst du dieses Problem, was viele ja sehen, dass die jüngeren und älte Generationen, also verschieden waren sie immer schon, aber man vermutet ja, dass sie in der jetzigen Zeit, weil alles so schnell geht, noch weiter auseinander klaffen.

00:06:20: Siehst du das als Problem an, würdest du das unterschreiben?

00:06:23: oder würdest du sagen, ach Leute, lass doch mal die Kirche im Dorf immer auf dem Schützenfest sein, gibt es eigentlich keinen Unterschied zwischen alt und jung.

00:06:28: Also das sehe ich schon gerade auf dem Schützenfest und so bin ich auch groß geworden.

00:06:33: dass da alt und jung zusammenfeiert.

00:06:35: Und ich glaube, das ist auf dem Dorf hier kleiner.

00:06:37: Das wächst die Jugend auch so auf.

00:06:41: Und ich hab immer gesagt, das ist nicht die Familie oder die Eltern, die einen alleine erziehen, sondern letztendlich auch die Nachbarschaft und das Dorf leben.

00:06:52: Man weiß schon, als Kind oder Jugendlicher ganz genau, was sich gehört und was nicht.

00:06:57: Und da ist schon die soziale Kontrolle auf dem Dorf schon gewissermaßen gegeben.

00:07:02: Und das ist auch gut so.

00:07:05: Ich glaube, dass da schon gerade auf den kleinen Löwern die Welt einigermaßen in Ordnung ist.

00:07:12: Ist es vielleicht auch deswegen so wichtig, diese Tradition nicht aussterben zu lassen, weil diese Tradition oft Werte mit transportieren?

00:07:19: Also...

00:07:20: Ja, auf jeden Fall.

00:07:21: Eben halt Gemeinschaftsgefühl, wenn wir jetzt mal schützenverein und gerade Feuerwehr auch betrachten.

00:07:28: Auch der Spielmann sucht auf jeden Fall, weil man kann nur zusammenspielen.

00:07:31: Es geht nur gemeinsam.

00:07:33: Mal auch was für andere zu machen, ohne dass man direkt was davon hat.

00:07:36: Vielleicht auch.

00:07:37: Das gehört ja auch immer auf dazu ehrenamtlich was zu tun.

00:07:39: Natürlich.

00:07:41: Ja, klar.

00:07:42: Und nein, das wird bei uns auch groß geschrieben und da bin ich auch sehr stolz drauf.

00:07:48: Jetzt hast du natürlich auch einen großen Vorteil.

00:07:50: Sag mal eben nochmal, wie er heißt.

00:07:52: Paul

00:07:53: ist dabei beim Podcast-Aufzeichnen.

00:07:55: Da hast du ja auch jemanden, den du direkt am eigenen Beispiel heranziehen kannst und die Werte vermitteln kannst.

00:08:01: Der ist auch... froh da wo er ist, oder?

00:08:04: Ich guck mir gerade an, er ist ein König gerade noch.

00:08:06: Ja,

00:08:06: er nickt, also von daher, dann wird das wohl so sein.

00:08:10: Ja, vielen Dank, dass wir beide mal ein bisschen quatschen konnten, wir hätten noch weitaus länger quatschen können, aber wir wollen einfach mal ein bisschen vor dich vorstellen und dann mal ein bisschen was erzählen.

00:08:18: in diesem Podcast und für euch liebe Hörer und Hörer gilt natürlich auch, dass die Jubiläumus gefeiert werden.

00:08:23: So sehen wir das alle mal.

00:08:25: Wir müssen die feste Feier wie sie fallen.

00:08:26: So sieht's aus.

00:08:27: Bis dann, bis zum nächsten Mal.

00:08:28: Tschüss, Dankeschön.

00:08:29: Ich danke auch.

00:08:30: Tschüss.

00:08:31: Auf Wiederhören.

00:08:31: Das war Menschen machen, Erwitte, der Podcast.

00:08:36: Wenn es euch gefallen hat, lasst einen Like da oder abonniert unseren Podcast zum Fünfzigjährigen Stadtjubiläum.

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